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Visionäres Denken

Unternehmerische Zukunftsbilder entwickeln

Alle bekannten Unternehmen basieren auf den unternehmerischen Visionen ihrer Gründer. So hatte Steve Jobs bereits frühzeitig das Bild eines tragbaren Computers vor Augen. Auch Mark Zuckerberg, Larry Page oder Jeff Bezos treibt ein klares unternehmerisches Zukunftsbild an (z. B. Informationen allen zugänglich machen, Menschen weltweit miteinander vernetzen). Visionen vermitteln jedoch nicht nur strategische Ziele, sondern auch Werte im Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Entwicklung von Visionen

Unternehmer/innen haben meist Visionen, denn dies ist eigentlich eine Grundvoraussetzung dafür, sich selbstständig zu machen. Versuchen Sie zunächst, sich Ihre Visionen ins Bewusstsein zu bringen. Dafür benötigen Sie etwas Abstand zum alltäglichen operativen Geschäft, ebenso positives Denken, da Sie ja ein optimistisches Bild von der Zukunft Ihres Unternehmens annehmen sollen.

Das Finden von Visionen ist ein kreativer Akt. Deshalb sollten Sie zu Anfang keine Einschränkung hinsichtlich dessen berücksichtigen, wie die entstehende Vision später in die Praxis umgesetzt werden soll. Dadurch beschränken Sie Ihre Kreativität und erhalten nur wenige Alternativen. Lassen Sie alle Möglichkeiten und Gedanken zu. Später können Sie immer noch die nicht machbaren Ideen aussortieren.

Die Vision weitergeben

Wenn Sie ein deutliches Zukunftsbild Ihres Unternehmens vor Augen haben, informieren Sie Ihre Mitarbeiter darüber. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn Sie Ihre Vorstellungen bildhaft umsetzen können. Zumindest sollten Sie sie recht plastisch und verständlich präsentieren. Sie selbst müssen von Ihrer Vision überzeugt sein. Ihre Begeisterung und Ihr Enthusiasmus für die Sache müssen sich auf Ihre Mitarbeiter übertragen.

Wenn Ihnen das gelingt, schaffen Sie eine intrinsische Motivation, das heißt, die Beweggründe für engagiertes Arbeiten entstehen in den Beschäftigten selbst. Sie haben Ihre Werte internalisiert und fühlen sich nicht "gegängelt". Visionen können auch in der Gruppe entwickelt werden. Diese Methode ist zwar nicht sehr verbreitet, sorgt aber dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter gleichberechtigt fühlen, was wiederum zu einer verstärkten Motivation führen kann. Außerdem stellen Sie die Unternehmensvision so auf eine breitere Basis.

Gefahren der visionären Führung

Eine Gefahr ist, dass visionäre Führungskräfte sich so stark in eine Vision vertiefen und die Realität aus dem Blick verlieren. Da Visionen immer sehr persönlich sind, kann es auch vorkommen, dass sie im Besonderen die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche der Führungskraft reflektieren und die Anforderungen beispielsweise des Marktes oder der Mitarbeiter unberücksichtigt lassen. Abhilfe kann hier die Entwicklung von Visionen durch mehrere Personen sein. In jedem Fall ist es wichtig, Veränderungen im Markt oder bezüglich der Ressourcen zu erkennen und zu reagieren. Sie müssen sich auch von einer Vision trennen können, wenn sich herausstellt, dass sie nicht realisierbar ist.

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